ein Gedicht … “Die Wäller”
Zwei Damen vom Niederrhein
wollten Wanderreiter im Westerwald sein.
Mit Auto und Hänger angekommen,
hatten sie an der Sieg ihren Ritt begonnen.
Eine herrliche Landschaft mit Tälern und Höh`n
fanden sie einfach wunderschön.
Die Pferde gingen wunderbar
bis in Kescheid das Maleur geschah.
Ein Bauer trieb die Kühe heim
und wie konnte es nicht anders sein,
ein paar blieben auf der Höhe steh`n,
um die Reiter anzuseh`n.
Dann plötzlich rannten sie wie doof,
in vollem Tempo Richtung Hof.
Da hatten die Pferde Panik bekommen
und einfach „Reisaus“ genommen.
Die Damen waren ganz entsetzt,
ein Pferd war so verletzt,
das Weiterreiten ging nicht mehr.
O je,wo holen wir jetzt Hilfe her?
Ein Wäller Bauer, der des Weges kam,
hielt gleich mit seinem Traktor an.
Der Fuß des Pferdes blutet sehr,
da muss wohl ein Tierarzt her.
Das einzige was er machen kann,
er ruft mal gleich den Tierarzt an.
Die Frauen überlegen schon,
wie kommen wir jetzt nach Berg zur nächsten Station.
Sie rufen dort schnell an,
ob man sie nicht abholen kann.
Ja sagt man hier, das ginge ja,
nur war das Zugfahrzeug nicht da.
Kurz wurd` beim Nachbar angefragt,
der hat gleich Hilfe zugesagt.
Schnell war alles klar
und in kurzer Zeit war das Fuhrwerk da.
Die Tiere konnten verladen werden,
Erleichterung bei Frauen und Pferden.
Auf der Wanderreitstation
wartet der Tierarzt schon.
Er konnte hier die Wunde bestens versorgen
und verabschiedete sich zur Kontrolle am nächsten Morgen.
Der Abend am Grill war entspannt und schön,
keiner wollte früh schlafen gehen.
Am nächsten Tag fuhren die Damen heim,
zurück an den Niederrhein.
„1000 Dank für so viel gute Menschen“, hatten sie in`s Gästebuch geschrieben,
„Die Wäller muß man einfach lieben.“

